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Zahl der unbesetzten Ausbildungsplätze bleibt hoch

Karriere

Auf dem deutschen Ausbildungsmarkt bleibt die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage bestehen. Während in Handwerk, Gastgewerbe und Lebensmittelhandwerk zahlreiche Lehrstellen unbesetzt bleiben, finden gleichzeitig viele Bewerberinnen und Bewerber keinen Ausbildungsplatz.

Passungsprobleme statt reinem Mangel

Fachleute sprechen von einem Passungsproblem: Angebot und Nachfrage treffen regional und berufsfachlich nicht aufeinander. In städtischen Regionen konkurrieren Betriebe um wenige Bewerber, während in ländlichen Gebieten Jugendliche keine erreichbaren Betriebe finden.

Berufsorientierung im Fokus

Kammern setzen verstärkt auf frühere Berufsorientierung an allgemeinbildenden Schulen. Praktika und Schnuppertage sollen Berufsbilder sichtbarer machen, die im Alltag Jugendlicher kaum vorkommen. Ob dies die Besetzungsquote messbar verbessert, wird unterschiedlich bewertet.

Zum HintergrundDie duale Ausbildung verbindet betriebliche Praxis mit Berufsschulunterricht. Sie gilt international als Modell, steht in Deutschland aber seit Jahren unter Druck durch die steigende Zahl von Studienanfängern.

Betriebe verändern ihre Angebote

Um attraktiver zu werden, erweitern Betriebe ihre Angebote: Übernahmegarantien, Zuschüsse zu Fahrtkosten oder Unterstützung bei der Wohnungssuche gehören zunehmend zum Standard. Größere Handwerksbetriebe bieten inzwischen auch Auslandsaufenthalte während der Lehre an.

Tobias Kramer
Tobias Kramer

Tobias Kramer schreibt über Technologie, Digitalisierung und künstliche Intelligenz. Nach einem Informatikstudium wechselte er in den Fachjournalismus und beobachtet seit zehn Jahren die Tech-Branche. Bei Meldungen.net betreut er die Ressorts Technologie und Karriere.

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