Sonntag, 23. August 2026Unabhängige Redaktion · Nachrichten aus Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft

Lebensmittelpreise: Verbraucher weichen auf Eigenmarken aus

Verbraucher

Der Anteil von Eigenmarken am Lebensmitteleinkauf in Deutschland wächst weiter. Handelsketten haben ihre Sortimente in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut und positionieren Eigenmarken inzwischen auch im höherpreisigen Segment.

Preisabstand als Hauptargument

Für viele Haushalte ist der Preisunterschied zu Markenprodukten das entscheidende Kriterium. Je nach Warengruppe liegt er zwischen 20 und 50 Prozent. Bei Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Nudeln oder Milchprodukten ist die Wechselbereitschaft besonders hoch.

Qualitätswahrnehmung verändert sich

Untersuchungen von Verbraucherorganisationen zeigen regelmäßig, dass Eigenmarken in Blindtests häufig gleichwertig abschneiden. Das hat die frühere Wahrnehmung als reine Billigware verändert. Handelsketten nutzen dies, indem sie eigene Premiumlinien aufbauen.

Praxistipp: Bei verpackten Lebensmitteln lohnt der Blick auf die Zutatenliste und den Grundpreis je Kilogramm oder Liter. Der Grundpreis muss ausgewiesen sein und macht Packungsgrößen vergleichbar.

Was das für Markenhersteller bedeutet

Markenhersteller reagieren unterschiedlich: Einige setzen auf Innovation und Produktvarianten, andere produzieren selbst Eigenmarken für den Handel. Diese Doppelrolle ist in der Branche verbreitet, wird aber selten öffentlich gemacht.

Jonas Wittmann
Jonas Wittmann

Jonas Wittmann ist Verbraucherredakteur und prüft Angebote, Preise und Verbraucherrechte. Er hat viele Jahre für eine Verbraucherzentrale gearbeitet, bevor er in den Journalismus wechselte. Bei Meldungen.net verantwortet er das Ressort Verbraucher.

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