Der Anteil von Eigenmarken am Lebensmitteleinkauf in Deutschland wächst weiter. Handelsketten haben ihre Sortimente in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut und positionieren Eigenmarken inzwischen auch im höherpreisigen Segment.
Preisabstand als Hauptargument
Für viele Haushalte ist der Preisunterschied zu Markenprodukten das entscheidende Kriterium. Je nach Warengruppe liegt er zwischen 20 und 50 Prozent. Bei Grundnahrungsmitteln wie Mehl, Nudeln oder Milchprodukten ist die Wechselbereitschaft besonders hoch.
Qualitätswahrnehmung verändert sich
Untersuchungen von Verbraucherorganisationen zeigen regelmäßig, dass Eigenmarken in Blindtests häufig gleichwertig abschneiden. Das hat die frühere Wahrnehmung als reine Billigware verändert. Handelsketten nutzen dies, indem sie eigene Premiumlinien aufbauen.
Was das für Markenhersteller bedeutet
Markenhersteller reagieren unterschiedlich: Einige setzen auf Innovation und Produktvarianten, andere produzieren selbst Eigenmarken für den Handel. Diese Doppelrolle ist in der Branche verbreitet, wird aber selten öffentlich gemacht.